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Stress am Arbeitsplatz

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Jeder Mensch erlebt bei der Arbeit ein gewisses Maß an Stress, und ein gewisses Maß an positivem Druck kann zur Verbesserung von Leistung und Produktivität beitragen. In einem veröffentlichten Bericht warnte die führende Wohltätigkeitsorganisation für psychische Gesundheit, Mind davor, dass ein übermäßiges Maß an Stress oder längere Stressperioden negative Auswirkungen haben können, die sowohl zu körperlichen als auch zu psychischen Erkrankungen führen.
Der Bericht listet eine Reihe beunruhigender Fakten über Stress am Arbeitsplatz auf:

  1. Mehr als 5 Millionen Menschen klagen über extremen Stress an ihrem Arbeitsplatz, der sie dem Risiko eines Zusammenbruchs aussetzt.
  2. In einem erschienenen Bericht der Health and Safety Executive (HSE) über arbeitsbedingten Stress gaben 20 % der Befragten an, ihre Arbeit sei „sehr stressig“ oder „extrem stressig“.
  3. Nahezu 10 % des Bruttosozialprodukts (BSP) gehen jedes Jahr durch arbeitsbedingten Stress verloren.
  4. Stress ist die häufigste Ursache für Arbeitsausfälle bei Angestellten.
  5. Pro Jahr gehen 12,8 Millionen Arbeitstage aufgrund von arbeitsbedingtem Stress verloren.
    In dem Bericht wird eine Reihe von Faktoren genannt, die Stress am Arbeitsplatz verstärken können, darunter:
  6. schlechte Arbeitsbedingungen (z. B. lange Arbeitszeiten, Reisen, Lärm, Gerüche, Arbeitsüberlastung und -unterbelastung)
  7. das Fehlen einer klaren Rolle im Unternehmen (z. B. unklare Erwartungen, widersprüchliche Prioritäten und Verantwortung für andere)
  8. schlechte Beziehungen am Arbeitsplatz (z. B. geringes Vertrauen und mangelnde Unterstützung).
    Die HSE brachte einen neuen Leitfaden für Manager heraus, der darauf abzielt, Stress am Arbeitsplatz vorzubeugen.

Der Leitfaden enthält 12 Managementstandards, die einen schrittweisen Ansatz zur Bekämpfung der verschiedenen Stressursachen am Arbeitsplatz bieten, sowie Ratschläge zur Identifizierung von stressgefährdeten Personen und zur Vermeidung von Problemen.
Der Mind-Bericht unterstützt diese Standards und empfiehlt, dass alle Organisationen über eine Stresspräventionspolitik verfügen sollten, in der festgelegt ist, wie die Organisation mit Stressproblemen umgeht.
Zu den wichtigsten Empfehlungen des Berichts zur Verringerung/Vermeidung von Stress am Arbeitsplatz gehören die folgenden:

  1. Die Arbeitnehmer sollten echte Kontrolle über ihre Arbeit haben und ein angemessenes Maß an Selbstmanagement der Arbeitsbelastung zulassen.
  2. Rollen, Verantwortlichkeiten und Erwartungen sollten genau definiert werden.
  3. Die Arbeitnehmer sollten an der Planung und Entscheidungsfindung beteiligt werden.
  4. Die physische Umgebung des Arbeitsplatzes sollte einen hohen Standard aufweisen und möglichst natürliches Licht, gute Belüftung und gute Gesundheits- und Sicherheitspraktiken beinhalten.
  5. Die Arbeitnehmer sollten aktiv davon abgehalten werden, übermäßig lange zu arbeiten.
    Für diejenigen, die durch Stress am Arbeitsplatz krank geworden sind, empfiehlt der Bericht, dass:
  6. Unterstützung am Arbeitsplatz und Mentorenprogramme sollten angeboten werden.
  7. flexible Arbeitszeiten eingeführt werden sollten, um regelmäßige Arzt-/Krankenhausbesuche zu ermöglichen.
  8. denjenigen, die nach einer Krankheit eine Auszeit nehmen mussten, eine schrittweise Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen.

Die Stellen sollten während der Abwesenheit im Krankheitsfall offen gehalten werden.
Der HSE-Bericht stellt fest, dass die Arbeitgeber nun gesetzlich verpflichtet sind, dafür zu sorgen, dass ihre Mitarbeiter nicht an stressbedingten Krankheiten leiden. Arbeitgeber, die arbeitsbedingten Stress nicht ernst nehmen, können sich daher Schadenersatzansprüchen von Arbeitnehmern aussetzen, die durch arbeitsbedingten Stress krank geworden sind.

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