Coaching Wenn negative Erinnerungen in den Zellen schaden
Mentaltraining

Wie negative Erinnerungen in den Zellen schaden

Wie „ungünstige Erinnerungen“ in unseren Zellen gespeichert werden und Erinnerungen bei Angststörungen, Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) oder Phobien die entscheidende Rolle spielen. Diese traumatischen Ereignisse müssen umzuprogrammiert, „entkoppelt“ werden, um wieder ein normales Leben führen zu können. Zuvor jedoch erkläre ich Wie „negative Erinnerungen“ in unseren Zellen gespeichert werden: Eine wissenschaftliche Übersicht:

1. Was bedeutet „Erinnerung“ auf biologischer Ebene?

Als Erinnerung bezeichnet die Neurowissenschaft die Fähigkeit des Nervensystems, Informationen über Erlebnisse oder gelernte Inhalte zu speichern, über die Zeit zu behalten und bei Bedarf abzurufen. Diese Fähigkeit ist nicht lokal an einem einzigen „Gedächtnisspeicher“ gebunden, sondern entsteht aus der komplexen Vernetzung von Nervenzellen im Gehirn.

Engramme – die zellulären Gedächtnisspuren

Der zentrale Begriff hierfür ist der Engramm-Ansatz. Ein Engramm ist die physische bzw. strukturelle Spur einer Gedächtnisinformation im Gehirn — eine Gruppe von Neuronen, die sich als Reaktion auf ein Erlebnis dauerhaft verändert und gemeinsam aktiviert wird, wenn die Erinnerung abgerufen wird.

  • Diese neuronalen Netzwerke bilden sich durch biochemische und strukturelle Anpassungen an Synapsen (den Kontaktstellen zwischen Nervenzellen).
  • Aktivierte Neuronengruppen werden stärker miteinander verbunden. Das wiederholte gemeinsame Feuern dieser Zellen stärkt diese Verbindungen weiter („what fires together, wires together“).

Solche Netzwerke enthalten die biologische Information, die wir als Erinnerung erleben.


2. Von der Erfahrung zur zellulären Speicherung

Wenn wir ein Ereignis erleben, passiert Folgendes:

a) Wahrnehmung & erste neuronale Reaktionen

  • Sinnesorgane und sensorische Systeme leiten Informationen an das Gehirn weiter.
  • Dort aktivieren diese Informationen bestimmte Muster von Nervenzellen, z. B. im Hippocampus (wichtig für Ereignis- und Kontextgedächtnis).

b) Konsolidierung: Kurzzeit → Langzeit

Der Übergang einer Erfahrung vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis erfordert stufenweise Veränderungen:

  • Synaptische Plastizität: Die Stärke und Effizienz der Kontakte (Synapsen) zwischen Neuronen wird durch biochemische Prozesse verändert — z. B. durch Veränderung von Rezeptoren, Strukturproteinen oder lokalem Stoffwechsel.
  • Systems-Konsolidierung: Langfristig wird die Erinnerung nicht nur lokal im Hippocampus gespeichert, sondern verteilt sich über breitere Bereiche des Kortex und anderer Hirnregionen.

Durch diese Prozesse entstehen stabile neuronale Netzwerke, die ein Erlebnis repräsentieren.


3. Warum manche Erinnerungen „ungünstig“ wirken

Von einer Erinnerung wird dann gesprochen, wenn sie:

  • emotional stark aufgeladen ist,
  • häufig wieder abgerufen wird,
  • physiologisch starke Reaktionen auslöst (z. B. Angst, Stress).

Solche Erinnerungen bilden besonders robuste neuronale Netzwerke, weil:

  • Emotionale Regionen wie die Amygdala Feedback geben, das die Konsolidierung verstärkt.
  • Wiederholte Aktivierung die synaptische Verstärkung und Stabilität erhöht.

Das erklärt, warum belastende Erlebnisse oft dauerhafter oder intensiver im Gedächtnis bleiben als neutrale.


4. Zelluläre Mechanismen: Mehr als nur Synapsen

Traditionell wurde angenommen, dass Erinnerungen primär an Synapsen gespeichert werden. Neuere Forschung zeigt jedoch:

Intrazelluläre Speicherprozesse

  • Einige Forscher argumentieren, dass Information auch auf intrazellulärer Ebene erhalten bleibt — also nicht nur in der Verbindung zwischen Zellen, sondern innerhalb der Zellen selbst, z. B. durch molekulare Veränderungen im Zellkern oder in Proteinen.
  • Diese Ideen sind noch nicht vollständig etabliert, zeigen aber, dass einfache synaptische Theorien nicht alle Beobachtungen erklären.

5. Warum Erinnerungen sich verändern oder scheinbar „verschwinden“

Erinnerungen sind keine statischen Filme, sondern dynamische Netzwerke:

Aktives Vergessen

  • Unbenutzte neuronale Verbindungen können im Laufe der Zeit schwächer werden oder ganz verschwinden.
  • Bei manchen Arten des Vergessens übernehmen spezielle Zellen (z. B. Mikroglia) aktiv den Abbau schwacher Synapsen.

Veränderung bzw. „Rekonsolidierung“

Wenn eine Erinnerung abgerufen wird, kann sie vor dem erneuten Abspeichern verändert werden — was erklärt, warum Erinnerungen im Lauf des Lebens modifiziert werden.


6. Belastende Erinnerungen im Alltag und klinische Relevanz

Die oben beschriebenen Mechanismen sind nicht nur theoretisch:

  • Forschung zeigt, dass belastende Erinnerungen bei Angststörungen, Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) oder Phobien besonders stabile neuronale Netzwerke bilden können.
  • Therapeutische Ansätze wie Expositionstherapie, EMDR oder Neuromodulation zielen darauf ab, die neuronalen Netzwerke umzuprogrammieren, sie zu „entkoppeln“ oder zu reorganisieren (nicht zu löschen).

Wie Coaching helfen kann

  • was Coaching bei dir leisten kann
  • was bewusst nicht angeboten wird
  • welche Möglichkeiten Klienten konkret haben
  • ohne Heil-, Therapie- oder Wirkversprechen

Coaching wenn negative Erinnerungen in den Zellen schaden meine angebotenen Methoden

auf Grundlage moderner lern- und wahrnehmungsorientierter Modelle

1. Grundverständnis meines Coachings

Coaching ist ein professioneller Begleitprozess, der Menschen dabei unterstützt,

  • eigene Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmuster zu reflektieren,
  • neue Perspektiven zu entwickeln,
  • selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen,
  • und persönliche oder berufliche Entwicklungsschritte umzusetzen.

Coaching ist keine Therapie, keine medizinische oder psychologische Behandlung und ersetzt diese auch nicht. Es richtet sich an psychisch gesunde Menschen, die ihre Selbststeuerung, Klarheit und Handlungsfähigkeit erweitern möchten.


Holger Kiefer von Kiefer-Coaching
Holger Kiefer von Kiefer-Coaching

Erstes Analysegespräch nur 50 € ca. 30 Minuten


2. Theoretischer Hintergrund – verständlich und sachlich

In meinem Coaching nutze ich coaching- und lernpsychologisch zulässige Methoden, die sich aus modernen Erkenntnissen der Lern-, Neuro- und Wahrnehmungsforschung ableiten lassen.
Dazu gehören auch Denkmodelle, die betonen, dass:

  • Menschen aus Erfahrungen stabile innere Reaktionsmuster entwickeln
  • Wahrnehmung und Bewertung das Erleben maßgeblich beeinflussen
  • neue Erfahrungen bestehende Muster erweitern oder verändern können

Diese Modelle dienen ausschließlich der Orientierung und Selbstreflexion.
Sie werden nicht biologisch, medizinisch oder therapeutisch interpretiert.


3. Welche Möglichkeiten Coaching bei mir bietet

Klientinnen und Klienten können im Coaching insbesondere:

✔ eigene Muster erkennen

  • automatische Denk- und Bewertungsgewohnheiten
  • wiederkehrende emotionale Reaktionen
  • typische Entscheidungs- oder Verhaltensweisen

Ziel ist Bewusstheit, nicht Analyse der Vergangenheit.


✔ neue Perspektiven entwickeln

  • Erweiterung des Blickwinkels auf aktuelle Situationen
  • Trennung von Situation, Interpretation und Reaktion
  • Erkennen persönlicher Wahlmöglichkeiten

Coaching arbeitet mit dem Erleben im Hier und Jetzt, nicht mit Ursachenforschung.


✔ Ressourcen aktivieren

  • Zugang zu vorhandenen Stärken und Kompetenzen
  • bewusster Umgang mit inneren Zuständen
  • Entwicklung stabilisierender innerer Haltungen

Dies geschieht über reflexive, imaginative und erlebnisorientierte Coaching-Übungen, ohne therapeutische Interventionen.


✔ neue Erfahrungen im Alltag erproben

  • Entwicklung kleiner, realistischer Handlungsschritte
  • bewusste Erprobung neuer Reaktionsweisen
  • Reflexion der gemachten Erfahrungen im Coaching

Veränderung wird als Lernprozess verstanden, nicht als kurzfristige Intervention.


4. Was im Coaching ausdrücklich nicht angeboten wird

Zur klaren Abgrenzung gehört, dass im Coaching nicht gearbeitet wird mit:

  • Behandlung psychischer Erkrankungen
  • Traumabearbeitung oder Konfrontation mit belastenden Erinnerungen
  • Diagnosen oder medizinischen Erklärungen
  • Hypnose, Suggestion oder Manipulation
  • Heilungs- oder Erfolgsversprechen

Sollte sich im Coaching zeigen, dass therapeutische oder medizinische Unterstützung sinnvoll oder notwendig ist, wird dies offen angesprochen und entsprechend empfohlen.


5. Verantwortungsvoller Sprachgebrauch

Im Coaching wird bewusst eine klare, nicht überhöhende Sprache verwendet.
Begriffe wie „Programm“, „Zellspeicherung“ oder „Unterbewusstsein“ werden – wenn überhaupt – metaphorisch und erklärend, nicht als Tatsachenbehauptung genutzt.

Stattdessen wird transparent formuliert, z. B.:

„Sie haben auf frühere Erfahrungen nachvollziehbare Reaktionsweisen entwickelt –
und Sie können heute neue Erfahrungen ergänzen.“

Dies dient der Stärkung von Selbstwirksamkeit, nicht der Schuldzuweisung oder Selbstoptimierung.


6. Rolle des Coaches – Rolle der Klientin / des Klienten

Der Coach:

  • begleitet den Reflexions- und Lernprozess
  • stellt Fragen, strukturiert und spiegelt
  • bietet Übungen und Perspektiven an
  • bleibt wertfrei und lösungsoffen

Die Klientin / der Klient:

  • entscheidet über Ziele, Tempo und Tiefe
  • trägt die Verantwortung für Umsetzung und Entscheidungen
  • nutzt das Coaching als Entwicklungs- und Lernraum

7. Zusammenfassung für Klientinnen und Klienten

Coaching bei mir bietet Ihnen:

  • einen geschützten Raum zur Selbstreflexion
  • Unterstützung beim Erkennen und Verändern von Mustern
  • praxisnahe Impulse für neue Erfahrungen im Alltag
  • klare Abgrenzung zu Therapie und Heilversprechen

Coaching versteht sich dabei als Begleitung auf Augenhöhe
nicht als Behandlung, Anleitung oder Optimierungsprogramm.

Erstes Analysegespräch nur 50 € ca. 30 Minuten

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